Wettbewerbshüter prüfen Absprachen bei Lufthansa

Brüssel - Die Deutsche Lufthansa ist ins Fadenkreuz der Brüsseler Wettbewerbshüter geraten. Die EU-Kommission teilte am Freitag in Brüssel mit, sie überprüfe Absprachen beim Ticket-Verkauf von Lufthansa und Turkish Airlines.

Die Wettbewerbshüter nahmen zudem kartellrechtliche Ermittlungen zu einem anderen Fall auf, der die TAP Portugal und Brussels Airlines betrifft. In beiden Fällen geht es um Vereinbarungen beim sogenannten Codesharing, bei dem eine Airline Sitze in Flugzeugen der anderen Gesellschaft verkauft. Es geht um Strecken zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen Belgien und Portugal.

Diese Vereinbarungen sind zwar grundsätzlich möglich, dürfen aber den freien Wettbewerb in der EU aber nicht behindern. Beweise für einen Verstoß gegen EU-Regeln lägen noch nicht vor, betonte die Kommission. Falls sich der Verdacht der Wettbewerbshüter später erhärten sollte, könnten den Unternehmen Geldstrafen drohen. In der EU sind Absprachen über Preise oder die Aufteilung des Marktes verboten.

dpa

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