Winzer dürfen Wein nicht "bekömmlich" nennen

Leipzig - Für Wein darf nicht mit den Begriffen „bekömmlich“ wegen „sanfter Säure“ geworben werden. Europäisches Recht macht den Winzern ein Strich durch die Rechnung.

Die Begriffe "bekömmlich" und "sanfte Säure" verstoßen gegen europäisches Recht, das gesundheitsbezogene Angaben für alkoholische Getränke verbietet, teilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag mit.

Eine Winzergenossenschaft aus der Pfalz wollte juristisch erreichen, dass sie ihre Weine der Rebsorten Dornfelder und Grauer/Weißer Burgunder unter der Bezeichnung „Edition Mild“ und dem Hinweis auf „sanfte Säure“ vermarkten darf.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im September vergangenen Jahres entschieden, dass diese Angaben auf den geringen Säuregehalt und die leichtere Verdauung abzielten, aber die Gefahren beim Trinken von Alkohol verschwiegen und daher unzulässig seien (Rechtssache C-544/10).

Die Winzergenossenschaft Deutsches Weintor hatte bereits vor dem Verwaltungsgericht Trier und dem Oberverwaltungsgericht Koblenz erfolglos geklagt. Das Bundesverwaltungsgericht wies nun die Revision gegen diese Entscheidungen zurück (BVerwG 3 C 23.12 - Urteil vom 14. Februar 2013).

dpa

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