Wirtschafts-Nobelpreis: Erstmals eine Frau ausgezeichnet

Stockholm - Elinor Ostrom und Oliver Williamson teilen sich in diesem Jahr den Wirtschaftsnobelpreis. Das teilte das Nobelpreiskomitee am Montag in Stockholm mit.

Beide Wissenschaftler würden für ihre Analysen zur Wirtschaftsführung ausgezeichnet. Ostrom ist die erste Frau, die mit dem 1968 gegründeten Preis ausgezeichnet wird.

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Er wurde erst 1968 von der Schwedischen Notenbank zur Erinnerung an Alfred Nobel gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Ursprünglich hatte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) lediglich Preise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vorgesehen.

Der auch wegen der nachträglichen Stiftung umstrittene Wirtschaftspreis wird von der Nobel-Stiftung offiziell nicht als Nobelpreis eingestuft, sondern stets als “Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel“ von den traditionellen Nobelpreisen abgesetzt. Er ging bisher überwiegend an Wirtschaftswissenschaftler aus den USA. Unter den Preisträgern befindet sich mit dem Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten nur ein deutscher Wissenschaftler. Dotiert ist der Wirtschaftsnobelpreis gegenwärtig mit zehn Millionen schwedischen Kronen (knapp eine Million Euro).

dpa/ap

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