Zeitung: GM droht Strafverfahren wegen defekter Zündschlösser

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GM-Zentrale in Detroit: Für den größten US-Autobauer General Motors könnte der Skandal um defekte Zündschlösser ein juristisches Nachspiel haben. Foto: Jeff Kowalsky/Archiv

New York (dpa) - Für den größten US-Autobauer General Motors (GM) könnte der Skandal um defekte Zündschlösser ein heftiges juristisches Nachspiel haben.

Das US-Justizministerium erwäge, das Unternehmen wegen krimineller Vertuschungen und irreführender Angaben zu der Pannenserie anzuklagen, die mit über 100 Todesfällen in Verbindung gebracht wird, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Die Opel-Mutter GM kämpft wegen fehlerhafter Zündschlösser, die in voller Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, mit Massen-Rückrufen und Entschädigungsforderungen. Bereits im August 2014 hatte die Zeitung über Untersuchungen von US-Ermittlern berichtet. Geprüft würden mögliche Vertuschungen der GM-Rechtsabteilung, die die Rückrufe der betroffenen Autos verzögert haben könnten, hieß es damals.

Nun schreibt das Blatt, der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara könne den Fall als kriminell einstufen. Er bereite ein ähnliches Verfahren wie im Fall Toyota vor. Der japanische Konzern musste im März 2014 wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar zahlen, um ein Strafverfahren abzuwenden. Ein GM-Sprecher betonte, man werde weiter in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperieren.

WSJ-Bericht

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