Tarifrunde im Bauhauptgewerbe gescheitert

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Die Tarifgespräche für das Bauhauptgewerbe sind ergebnislos abgebrochen worden, ein Schlichter muss her.

Berlin - Im Streit um Mindestlöhne im Baugewerbe und die Anpassung der Ost-Löhne an das West-Niveau muss nun ein Schlichter angerufen werden

Die entscheidende dritte Runde im Tarifstreit über mehr Geld für die rund 700.000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes ist gescheitert. Es werde keine weitere Verhandlungsrunde geben, sagte eine Sprecherin der IG BAU am Dienstagabend in Berlin. Nun werde überlegt, wann der Schlichter angerufen werde.

Die Verhandlungen seien ergebnislos vertagt worden, weil es zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern keine Einigung über den Mindestlohn gegeben habe. Auch mit einem anschließenden Arbeitskampf hatte die IG BAU bereits gedroht.

Die Gewerkschaft verlangte neben der Anhebung der Ost-Löhne auf West-Niveau sechs Prozent mehr Geld. Kernpunkt der Verhandlungen war zudem die Zukunft der Mindestlöhne am Bau. Die Arbeitgeber wollten im Osten die obere Stufe der beiden Mindestlöhne abschaffen, die IG BAU verlangte als Ersatz einen einheitlichen Mindestlohn in Ost und West “in akzeptabler Höhe“.

Eine Schlichtung soll unter Führung des früheren Bundeswirtschaftsministers und SPD-Politikers Wolfgang Clement stattfinden. Der inzwischen aus der SPD ausgetretene Clement wurde bereits vergangenes Jahr im Streit über die Mindestlöhne eingeschaltet.

AP

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