Clement soll im Tarifstreit mit IG Bau schlichten

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Rund 700.000 Beschäftigte der IG Bau kämpfen für bessere Löhne. 

Frankfurt/Main - Der Tarifstreit im deutschen Bauhauptgewerbe läuft schnell auf eine Schlichtung zu. Der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) soll zwischen den Parteien vermitteln.

Nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen wird der Vorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Montag in Berlin die Verhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche für gescheitert erklären. In drei Runden hatten die Arbeitgeber kein Angebot zum Entgelt vorgelegt, sondern wollten zunächst über die Struktur der Löhne verhandeln.

Die IG BAU hatte sechs Prozent mehr Geld verlangt. Hauptthema waren die Regelungen zu den Mindestlöhnen in Ost und West, die zum 31. August auslaufen. Es ging dabei nicht nur um die Höhe, sondern auch darum, wie schnell die Ost-Mindestlöhne (bisher 9,00 Euro beziehungsweise 9,80 Euro für Facharbeiter) an die West- Tarife (10,70 beziehungsweise 12,85 Euro) angeglichen werden.

In der Folge des Scheiterns der Gespräche ist zwingend eine Schlichtung vorgesehen, die dem Vernehmen nach in Frankfurt stattfinden soll. Als Schlichter ist bereits der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ausgewählt, der bereits zweimal für die Bau-Tarifpartner tätig und letztlich mit seinen Vorschlägen erfolgreich war.

Unter seiner Ägide wurden 2007 ein Gehaltstarifvertrag und 2008 ein Mindestlohntarifvertrag abgeschlossen. Ein Streik wäre nach der geltenden Schlichtungsvereinbarung frühestens in drei Wochen möglich. Nach dem erwarteten Beschluss der IG BAU am Montag muss der Schlichter binnen einer Woche angerufen werden und hat dann zwei Wochen Zeit für Verhandlungen. Während der Schlichtung darf nicht gestreikt werden.

dpa

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