Zweifel an Beratung: BaFin nimmt sechs Banken ins Visier

Bonn - Die Finanzaufsicht BaFin geht wegen möglicher fehlerhafter Beratung von Kunden gegen verschiedene Banken vor: Gegen sechs Geldinstitute wurde erstmals ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

BaFin-Sprecher Ben Fischer bestätigte am Donnerstag in Bonn einen entsprechenden Bericht des “Handelsblatts“. Die Verfahren seien entweder wegen völlig fehlender oder unkorrekter Beratungsprotokolle eingeleitet worden. Den Banken droht nun jeweils maximal ein Bußgeld von 50 000 Euro. Die Namen der Banken nannte der BaFin-Sprecher nicht.

Die Finanzaufsicht sei durch Beschwerden von Kunden oder eigene Auswertung von Prüfungsberichten der Banken auf die Fälle gestoßen, erläuterte Fischer. Nach der Lehmann-Pleite und der Finanzmarktkrise wurde die Pflicht zur Beratung in Finanzanlagen vor einem Jahr neu geregelt. Dabei gehören auch Beratungsprotokolle zur Auflage. Einen Termin bis zum Abschluss des Verfahrens gebe es nicht, sagte Fischer. Die betroffenen Banken haben nun Gelegenheit für Stellungnahmen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück

Kommentare